TeamFFT-Mitglied stellt sich der Everesting-Challenge

8.891hm, 264,25km, 16 Stunden Bewegungszeit, 8213 kcal, 121bpm Durchschnittspuls, 46 Auffahrten…
die nackten Zahlen des Evererstings, das Normen am 01.06.2020 über sich ergehen lassen hat.

Um 5.10 startete Normen mit seiner ersten Abfahrt vom Sternplatz Richtung Lautenthal auf der Forststraße. Am Fuße des Anstiegs machten sich zu dieser Zeit bereits Christian Brömel und Kathrin Schönfisch für die anstehende Fahrt fertig. 

Das Thermometer zeigte schattige 4 Grad Celsius an. Besonders die Abfahrten in dieser Phase des Everestings schmerzten aufgrund der Temperaturen. Im Laufe des Morgens konnten Christian und Normen mehrere Auffahrten gemeinsam bewältigen. Etwas später stieß Tina dazu und begann mit ihrer eigenen Challenge – sie hatte sich vorgenommen, die Höhenmeter des Ötztaler Radmarathons auf der Forststraße nachzufahren…Spoiler-Alert: Sie hat es geschafft!

4400hm. Die Hälfte war geschafft. Bis dahin fühlte sich soweit alles gut an. Allerdings führte die Vorstellung, das Erlebte alles nochmals durchleben und durchfahren zu müssen zu einem ordentlichen Motivationstief. Mittlerweile kannten Normen und Tina jeden Zentimeter Strecke. Die Monotonie stellte die beiden vor große mentale Herausforderungen.

Das Motivationsloch konnte (Überraschung ;-) ) erfolgreich bekämpft werden und so wurden weiterhin die Höhenmeter abgespult. Ab etwa 7000hm war dann (im übertragenen Sinn) das Licht am Ende des Tunnels zu sehen – während es allerdings um Tina, Normen und Christian langsam dunkler wurde.

Die letzten Auffahrten in absoluter Dunkelheit durchlebte Normen zusammen mit Christian und Sarah. Es wurde wieder insbesondere bei den Abfahrten recht kalt. Die Konzentration aufrecht zu halten, war zu diesem Zeitpunkt die größte Herausforderung. 23:30Uhr…8842hm, 8843hm, 8844hm, 8845hm, 8846hm, 8847hm, 8848hm! Ein langer Freudeschrei durchzog den nächtlichen Wald bei Lautenthal. GESCHAFFT!

Plötzlich ist es nicht mehr kalt, plötzlich fühlt Normen keinen Schmerz mehr! Für einen Moment fühlt man sich unbesiegbar! Die pure Freude, inklusive Tränen (der Freude). Genau dieses Gefühl ist aber nichts wert, wenn man es mit niemandem teilen kann. Zum Glück war Normen in allerbester Gesellschaft.

Die Dusche nach dem Unterfangen war die Krönung eines unvergesslichen Tags, das Bett der schönste und tollste Ort der Welt! Über Sinn oder Unsinn der Aktion kann man sicher vortrefflich diskutieren. Allerdings wird jede Sportlerin und jeder Sportler die Ansicht teilen, dass es einfach ein wahnsinnig tolles Gefühl ist, den eigenen Schweinehund zu bekämpfen, selbst gesteckte Ziele zu erreichen und die eigenen Grenzen ein stückweit zu verschieben!

(Foto: Merlin Schönfisch / http://www.facebook.com/merlinschoenfischfotografie )